Mehrsprachigkeit in Familie, KiTa und Grundschule
Wir alle bewundern Menschen, die mehrere Sprachen sprechen. Aber wir haben unsere Probleme mit Kindern, die noch auf dem Weg zur Mehrsprachigkeit sind. Oft hindert uns der auf Fehler fokussierte Blick, ihre Fähigkeiten richtig wahrzunehmen, auch das evt. geringe Prestige ihrer Sprache ist ein Handikap.
Die Veranstaltung thematisiert Spracherwerb, Chancen und Probleme, mehrsprachigen Spracherwerbs und die Aufgaben und die Verantwortung, die Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer in diesem Prozess haben.
Vorgestellt werden Projekte der RAA zur Förderung von Mehrsprachigkeit und Projekte und Ideen, wie Mehrsprachigkeit in KiTa und Grundschule zu einem Teil eines Sprachbildungskonzepts werden können.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Zielgruppe: Kursleiterinnen Griffbereit und Rucksack, Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen, Lehrerinnen und Lehrer aus dem Primarbereich, Mitarbeiterinnen im Ganztag des Primarbereichs
Referentin: Doris Frickemeier, RAA
Termin: Donnerstag, 19.05.2011
Zeit: 14.00 Uhr - 17.00 Uhr
Ort: RAA, Burgholzstr. 150, 44145 Dortmund
Anmeldungen bitte bis zum 17.05.2011 an:
Ansprechpartnerin
Doris Frickemeier
Fon 0231/50 - 2 63 13
Fax 0231/50 - 2 6744
EMail dfrickemeier@stadtdo.de
ein Konzept zur Sprachförderung und Elternbildung im Elementarbereich.
Das Programm “Rucksack” geht die Förderung von Kindern im Elementarbereich mehrdimensional und systematisch an: Es berücksichtigt die Entwicklung der Kinder in Bezug auf ihre Lebenswelt und ihre Familie.
Es hat ebenso das Bildungssystem “Kindertagesstätte” und die in ihm Agierenden im Blick. Mütter, Erzieher und Erzieherinnen werden Partner für die Sprachförderung der Kinder. “Rucksack” zielt auf die Förderung der Muttersprachenkompetenz, auf die Förderung des Deutschen und auf die Förderung der allgemeinen kindlichen Entwicklung ab. Dabei werden die Mütter als Expertinnen für das Erlernen der Erstsprache angesprochen, nicht orientiert an ihren Defiziten, sondern an ihren Stärken.
Durch Anleitung und mit Hilfe von Arbeitsmaterialien werden sie auf die Förderung der Muttersprache vorbereitet. Mütter werden so ihrer Sozialisationskompetenz gestärkt. Sie treffen sich einmal in der Woche für zwei Stunden und machen gemeinsam Aktivitäten, die sie in der Woche mit ihren Kindern zu Hause durchführen sollen. 
Während dieser Treffen lernen sie den Wert der Literatur, Bilderbüchern, Liedern, den Wert des Spielens und Malens sowie der Verbindung von Sprache und Handeln für die Entwicklung ihres Kindes in der alltäglichen Beschäftigung kennen.
In der Regel gehören die am Programm beteiligten Mütter der bildungsfernen Schicht an. Mit der kontinuierlichen Vermittlung des Programms über neun Monate wächst auch ihre muttersprachliche Kompetenz - ein Zuwachs, der sich unmittelbar für die Sprachentwicklung ihrer Kinder auswirkt.
Die Anbindung an die Kindertagesstätte ist sehr wichtig und für die RAA eine Bedingung für die Weitergabe des Programms, denn hier soll die Förderung in der deutschen Sprache parallel zu der Arbeit mit den Müttern erfolgen. Die Kindertagesstätten verpflichten sich, das Programm der Mütter mit ihrem Konzept der Zweitsprachenvermittlung zu koordinieren. Die Erzieherinnen kennen das Programm genauso wie die Eltern und sollen möglichst parallel die Themen sprachlich in ihren Kindergartenalltag integrieren. Die Erzieherinnen werden durch die RAA mit Fortbildungsangeboten auf ihre Aufgabe vorbereitet.
Die Programme sind nicht nur Sprach- und Lernprogramme, sondern reflektieren soziokulturelle Themen aus den Erfahrungsfeldern der Migrantenfamilien, Schule, Alltag, Freizeit, Feiertage, Feste und Religion. Die soziokulturell aufbereiteten Themenfelder sind gleichzeitig Anregung für die Kindertageseinrichtung, ihren Alltag interkulturell zu gestalten.
Elternbegleiterinnen, Mütter und Erzieherinnen sind in dem Projekt Lernende und Gebende zugleich.
In Dortmund startet “Rucksack KiTa” im Kindergartenjahr 2010/2011 in den folgenden Einrichtungen:
Familienzentrum Ährenkorn, Innenstadt-West
Familienzentrum Stollenstraße, Innenstadt-Nord
Familienzentrum Steiermarkstraße, Eving
Familienzentrum Probstheidastr., Eving
TEK Rotbuchenweg, Eving
Aktuelle Infos: flyer_Rucksack Kita
Ansprechpartnerin
Doris Frickemeier
Fon 0231/50 - 2 63 13
Fax 0231/50 - 2 67 44
Email: dfrickemeier@stadtdo.de
Förderprogramme Rucksack-Griffbereit
Ein Drittel der nachwachsenden Generation erwirbt Deutsch nicht als Muttersprache, sondern muss Deutsch als Zweitsprache lernen. Durch den Zwang zur Nutzung der unzureichend beherrschten Landessprache werden mündliche, für die Alltagskommunikation ausreichende Sprachfähigkeiten meist “von selber” erworben (”Gib Heft, schnell” - “Ich geh Schule”). Defizite sind zu erwarten, wenn es um das Verständnis und die Produktion der Schriftsprache geht - das haben die PISA-Studien auf dramatische Weise deutlich gemacht. Deshalb muss die gezielte Vermittlung der deutschen Schriftsprache im Zentrum des schulischen Sprachunterrichts stehen. Die Hoffnung, dass mehrsprachige Kinder die Schriftsprache und damit die Standardsprache durch “freies Schreiben” von selber lernen, hat sich nicht erfüllt.
In der Veranstaltung wird die Methode des “generativen Schreibens” vorgestellt: Den Kindern werden attraktive Texte angeboten, die sie durch gezielte Abwandlungen für ihre eigenen Ausdrucksbedürfnisse nutzen können. Die Methode des generativen Schreibens, d. h. des Schreibens auf der Basis vorgegebener poetischer Texte, ist konstitutiv sowohl für sprachliche Übungen als auch für den produktiven Umgang mit Literatur. Sie trainiert das Textverständnis und ermöglicht die eigene sprachlich korrekte Textproduktion.
Den Teilnehmern der Fortbildung werden schon vor der Veranstaltung Texte angeboten, mit denen sie die Methode selbst ausprobieren können. Erörtert wird auch die Übertragung des “generativen Schreibens” auf Sach- und Fachtexte außerhalb des Deutschunterrichts. Darüber wird in der Fortbildung auf der Basis von Textbeispielen diskutiert.
Zielgruppe: Lehrer/innen an Grundschulen und an Schulen der Sek I -
Jahrgänge 5 und 6 / alle Fächer
Referentin: Dr. Gerlind Belke
Termin: Dienstag, 15.03.2011
Zeit: 14.00 Uhr - 17.00 Uhr
Ort: RAA Dortmund, Burgholzstr. 150, 44145 Dortmund
Anmeldungen bitte bis zum 01.03.2011 (bitte mit Angabe der EMail-Adresse zur Vorabübersendung der Texte) an:
Ansprechpartnerin
Sigrid Czyrt
Fon 0231/50 - 2 58 39
Fax 0231/50 - 2 67 44
EMail: sczyrt@stadtdo.de
Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund stehen bei der Herausbildung ihrer Persönlichkeit in einem Spannungsfeld:
Eltern wollen ihre Werte tradieren – ihre Kinder werden mit unterschiedlichen Rollenbildern im täglichen Umfeld konfrontiert. Insbesondere Jungen fühlen sich häufig überfordert und reagieren mit Gefühlsdifussionen.
Die pädagogische Begleitung erfolgt durch einen deutschen Sozialpädagogen mit türkischer Zuwanderungsgeschichte. Die Konzeptionierung, Durchführung und Evaluation geschieht in Kooperation mit der RAA.
Ansprechpartnerin
Cornelia Schneider
0231/50 – 2 58 36
Email: cschneider@stadtdo.de
Unter dem Aspekt interkultureller Erziehung und der Positionierung der Schulen als interreligiöse und interkulturelle Begegnungszentren bietet die mögliche Unterrichtsbefreiung muslimischer Schülerinnen und Schüler am ersten Tag des Zuckerfestes (seker bayram) und des Opferfestes (kurban bayram) eine zusätzliche Gelegenheit bewusster Integration von Migrantenkindern und –jugendlichen.
Die Feier- und Gedenktage des islamischen Jahres u.a. Zuckerfest und Opferfest werden anhand des Mondkalenders bestimmt, nach dem sich die gesamte islamische Welt richtet.
Die bis zum Jahr 2015 im Voraus berechneten Fest- und Gedenktage des Islam sind der Broschüre „Feste des Islam“ (s. pdf-datei) zu entnehmen.
Hinweis: Die Beurlaubung von Schülerinnen und Schülern aus Anlass der Feiertage richtet sich nach § 43 Abs. 3 Schulgesetz (SchulG) i. V. m. dem Runderlass „Beurlaubung“ (RdErl. D. Kultusministeriums v. 26.03.1980 – BASS 12-52 Nr.21)
Feste_des_Islam.pdf (241.8 KB)
Soll ich mein Kind mehrsprachig erziehen? Ist es nicht überfordert, wenn es gleichzeitig oder schon sehr früh eine zweite Sprache lernen soll?
Wie entwickelt sich ein Kind überhaupt sprachlich? Wie können wir unser Kind fördern? Diese Fragen stellen sich viele zugewanderte Familien, spätestens dann, wenn ihr Kind in eine Kindertageseinrichtung geht. Sie wollen selbstbewusst und gut informiert das Sprachenlernen verantworten und begleiten?
Eine Antwort soll in lockerer Atmosphäre gesucht werden.
Termin: nach Absprache
Ort: nach Absprache
Zielgruppe: Mütter und Väter, deren Kinder mehrsprachig aufwachsen
Ansprechpartnerin
Doris Frickemeier
0231/50 - 2 63 13